Synopsis

Christian Edward Arzu schloss sich als Elfjähriger der Jugendbande Mara 18 an. Töten war danach sein Auftrag.
José Antonio Flores wollte Anwalt werden. Drogen und Alkohol warfen den Vierzehnjährigen aus der Bahn. Als Anführer einer bewaffneten Stadtteilbande verwandelte er sich in eine menschliche Bestie.
Rosny Juanes Castellanos war Gymnasiast. Falsche Freunde und der Spaß an Waffen brachten ihm 22 Jahre Gefängnis wegen Mord.
Julio Alberto Bolton war als Kind von den Eltern alleingelassen. In der Mara 18 fand er den Familienersatz. Als Jugendlicher wurde er Zeuge des grausamen Massakers im Gefängnis von El Porvenir, in dem 69 Menschen starben.

Alle vier sitzen heute in der Strafanstalt El Porvenir – die Zukunft - am Rande der honduranischen Hafenstadt La Ceiba.
Abwechslung in ihren Gefängnisalltag bringt die Schweizerin Cornelia Lustenberger. Als Freiwillige bietet sie den Häftlingen Kurse an und unterstützt sie bei notwendigen Botengängen.

Ihre Geschichten erzählen von einem Leben voller Gewalt in einem Land, in dem die  Kultur des Tötens täglich mehr Raum gewinnt. Einem Land, in dem Korruption als normaler Bestandteil des politischen Geschehens angesehen wird, in dem im Jahr 2009 der demokratisch gewählte Präsident aus dem Land geputscht wurde und das in den letzten Jahren mehr und mehr vom organisierten Drogenhandel zerrüttet wird.